Myofasciale Release Therapie: In die Tiefe gehen.

Bauch

Vielen Beschwerden ist durch klassische Massagen, herkömmliche Krankengymnastik oder neuromuskuläre Ansätze nicht beizukommen.

Die Ursachen liegen tiefer: Es sind Verdickungen, Verhärtungen oder auch eine Dehydrierung des Bindegewebes; Gleitfähigkeit und Stoffwechsel sind beeinträchtigt.

Durch die gezielte Manipulation der Faszien lassen sich die Restriktionen lösen, schmerzhafte Syndrome wie die Fibromyalgie oder das Myofasziale Schmerzsyndrom vorbeugen oder heilen.

Dabei profitiert der gesamte Organismus: Gelenke werden entlastet, Blockaden gelöst, stereotype Bewegungsmuster aufgelöst. Myofascial Release ist eine körpertherapeutische Einzelbehandlung.

Was sind Faszien?

Wie eine Großstadt von unzähligen Straßen, Wegen, Brücken und Kreuzungen durchzogen wird, so ist auch unser Körper von einem gigantischen Netzwerk durchdrungen: den Faszien. Als Stränge, Hüllen, Schichten von straffem, faserigem Bindegewebe verbinden sie ganz im Verborgenen alles miteinander - und stützen uns ähnlich kraftvoll wie unsere Wirbelsäule.

Faszien geben uns Halt und Form. Wie stark sie sind, hängt davon ab, wie stark wir sie regelmäßig belasten. Wer also starke Muskeln will, braucht auch eine starke fasziale Muskelhülle.

Aber die Faszien können noch mehr: nämlich Informationen aufnehmen und weitergeben. Kaum jemand weiß: Nicht Augen, Ohren oder Haut, sondern unsere Muskeln und ihre Faszien sind unser wichtigstes Sinnesorgan. Die Durchtrittsstellen der Faszien stimmen mit traditionellen Akupunkturpunkten überein. Dabei sind die Fazien mit unserem vegetativem Nervensystem verbunden.

„Wenn man die Faszien behandelnt, behandelt man die Zweigstellen des Gehirns“, schrieb A.T. Still, der Gründer der Osteopathie.